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EIZELLENSPENDE: INFORMATIONEN FÜR DIE SPENDERIN

EINFÜHRUNG

Die In-vitro-Befruchtung mit unreifen und reifen Eizellen aus einer anonymen Spende ist eine Fortpflanzungstechnik, die schon seit vielen Jahren angewandt wird. Mit ihrer Hilfe können auch Frauen, bei denen eine Schwangerschaft mit ihren eigenen Eizellen aus verschiedenen Gründen sehr unwahrscheinlich oder gar unmöglich ist, schwanger werden.

Die Gründe, aus denen eine Frau auf diese Art von Behandlungen zurückgreifen muss, sind vielfältig. In einigen Fällen mussten die Eierstöcke wegen Tumoren in denselben entfernt werden. In anderen Fällen wiederum kann es sein, dass die Eierstöcke ihre Funktion vorzeitig eingestellt haben. Manchmal besteht das Problem darin, dass die von ihnen produzierten unreifen Eizellen entweder nur von sehr geringer Zahl oder mangelhafter Qualität sind und ihre Befruchtung nicht möglich ist, oder aber sie nach ihrer Befruchtung kaum in der Lage sind, sich im Uterus einzunisten und eine Schwangerschaft zu erzeugen.

Das einzige Problem, das bei einer Eizellenspende ins Gewicht fällt, ist, wie wir wissen, dass eine Frau normalerweise nur eine Eizelle pro Monat produziert. Wenn nur eine Eizelle gespendet werden würde, wäre die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft praktisch gleich null. Das zwingt uns dazu, die Eierstöcke der spendenden Patientin, wie wir gleich sehen werden, hormonell zu stimulieren. Außerdem sind die Eierstöcke etwas „versteckt“. Um zu ihnen gelangen und die Eizellen absaugen zu können, müssen deshalb eine Reihe von Maßnahmen ergriffen werden. Aber all das werden wir Ihnen im Folgenden so kurz und so einfach wie möglich zu erklären versuchen.

WORIN BESTEHT DIE EIZELLENSPENDE?

Die Eizellenspende ist, wie wir schon vorher kurz erwähnt haben, eine Technik der In-vitro-Befruchtung, bei der die unreifen Eizellen von einer anonymen Spenderin stammen.

Wie wir ebenfalls bereits erwähnt haben, ist dazu die hormonelle Stimulation der Eierstöcke der Spenderin erforderlich. Zu diesen Zweck wird das Hormon Gonadotropin verabreicht, das bewirkt, dass die Patientin mehr als ein Follikel (in diesen Zysten im Eierstock reifen die Eizellen heran) produziert. Es handelt sich bei diesem Medikament um eine völlig natürliche Substanz. Es handelt sich um das gleiche Hormon, das auch unter natürlichen Bedingungen die Produktion des einzigen Follikels anregt, das sich normalerweise jeden Monat bildet. Bei dieser Art von Behandlungen müssen wir jedoch etwas höhere Dosierungen verwenden, als sie unter natürlichen Bedingungen produziert werden. Das bringt zwei kleine Nachteile mit sich. Der erste besteht darin, dass das Medikament injiziert werden muss (ein bis zwei Injektionen pro Tag über eine durchschnittliche Zeitdauer von zwei Wochen). Da das Hormon jedoch (wie das Insulin bei Diabetikern) subkutan gespritzt wird, können sich die meisten Patientinnen die Spritze selbst verabreichen, was ihnen mehr Freiheit ermöglicht. Der zweite Nachteil besteht darin, dass wir die Reaktion des Eierstocks umfassend kontrollieren müssen. Zu diesem Zweck muss die Patientin alle zwei bis drei Tage in die Klinik kommen, um eine Ultraschalluntersuchung und in einigen Fällen auch eine Blutanalyse vornehmen zu lassen.

Wenn wir per Ultraschall feststellen, dass die Eierstöcke kurz davor sind, den Eisprung auszulösen, werden die Follikel abgesaugt. Dies erfolgt mittels einer transvaginalen ultraschallgeführten Eierstockpunktion. Es handelt sich um ein schmerzloses Verfahren. Eine Betäubung ist deshalb nicht erforderlich. Um jedoch jede Art von Schmerzen auszuschließen, geben wir lieber ein Beruhigungsmittel. Ein Krankenhausaufenthalt ist dafür natürlich nicht erforderlich. Schon kurz nachdem die Wirkung des Beruhigungsmittels abgeklungen und die Patientin wieder bei vollem Bewusstsein ist, kann sie nach Hause gehen. Es ist jedoch ratsam, dass sie sich den Rest des Tages ausruht.

Nach der Gewinnung der Eizellen setzt normalerweise 7 – 10 Tage später die Menstruation ein. Diese fällt im Allgemeinen etwas stärker als sonst aus.

Es ist ferner ratsam, das Thema Verhütung beim Geschlechtsverkehr während des Spendenzyklus sehr ernst zu nehmen, um das Risiko einer Schwangerschaft zu vermeiden.

NEBENWIRKUNGEN UND RISIKEN

Langfristig gibt es keine. Es gibt keine Belege dafür, dass diese Art von Behandlungen mit dem Entstehen von Krebs, späterer Sterilität oder vorzeitiger Menopause in Verbindung steht. Auch konnte nicht nachgewiesen werden, dass sie dick macht oder zu verstärkter Körperbehaarung führt.

Es kommt jedoch oft vor, dass die Patientin während der Behandlung das Gefühl hat, „aufgebläht“ zu sein und der Bauchumfang auch zunimmt. Die Eierstöcke können gewisse Beschwerden verursachen. Auch die Brustwarzen können etwas empfindlicher und größer sein. Diese Wirkungen sind nur vorübergehend und verschwinden bei Eintritt der folgenden Menstruation völlig.

Sonstige, aber äußerst seltene Risiken sind die Überstimulation der Eierstöcke, die Punktion anderer Strukturen als der Eierstöcke oder Infektionen. Das erste Risiko besteht darin, dass die Eierstöcke auf die hormonelle Stimulierung überreagieren. Das kann schwerwiegend sein und eine stationäre Behandlung erforderlich machen. Um dies zu vermeiden, müssen wir die oben erwähnten Ultraschall- und Analysekontrollen durchführen. Diese Kontrollen sind äußerst wichtig, um die Risiken dieser Behandlung möglichst gering zu halten. Aus diesem Grund müssen wir auf der strikten Einhaltung der Anweisungen bestehen, die unsere Ärzte der Patientin geben.

Die Punktion anderer Strukturen ist ein äußerst unwahrscheinlicher Fall, da die Punktion unter Ultraschallüberwachung stattfindet, das heißt, dass die Punktionsnadel fortwährend visuell überwacht wird. Ähnlich verhält es sich beim Infektionsrisiko. Die Wahrscheinlichkeit, sich bei einer Eierstockpunktion zu infizieren, ist minimal. Um dieses Risiko noch mehr zu verringern, wird der Vorgang in einer sterilen Umgebung, wie es der Operationssaal ist, durchführt und vorbeugend ein Antibiotikum verabreicht.

VORAUSSETZUNGEN FÜR DIE TEILNAHME AM EIZELLENSPENDE-PROGRAMM

Zunächst müssen wir sagen, dass die Spende nach der in Spanien geltenden Gesetzgebung anonym sein muss. Das heißt, dass weder das Paar, das die Spende erhält, Daten der Spenderin noch die Spenderin Daten des betroffenen Paares erfahren darf.

Ebenfalls nach dem Gesetz müssen die Frauen zwischen 18 und 35 Jahren sein (dieses Alter dürfen sie wegen des Risikos von Chromosomenschäden nicht überschreiten). Ihre ganze persönliche und familiäre Krankenvorgeschichte wird geprüft, sie werden umfassend körperlich untersucht, einschließlich einer genauen gynäkologischen Untersuchung (wie sie jede Frau jährlich durchführen muss), und es wird eine Reihe von Analysen des Blutes, Urins und von Kulturen der Scheidenflora durchgeführt, um allgemeine, Infektions- und genetische Krankheiten auszuschließen.

Obwohl wir versucht haben, die In-vitro-Befruchtung mit Eizellenspende möglichst ausführlich und verständlich darzustellen, ist es ganz normal, dass noch Fragen auftauchen können. Unser Team steht Ihnen zu ihrer Beantwortung jederzeit zur Verfügung. Wir helfen Ihnen gerne weiter. Vielen Dank.






 
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