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Informationen für Spenderinnen
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EIZELLENSPENDE: INFORMATIONEN FÜR DAS EMPFÄNGERPAAR

EINFÜHRUNG

Die In-vitro-Befruchtung mit unreifen und reifen Eizellen aus einer anonymen Spende ist eine Fortpflanzungstechnik, die schon seit vielen Jahren angewandt wird. Mit ihrer Hilfe können auch Frauen, bei denen eine Schwangerschaft mit ihren eigenen Eizellen aus verschiedenen Gründen sehr unwahrscheinlich oder gar unmöglich ist, schwanger werden.

Die Gründe, aus denen eine Frau auf diese Art von Behandlungen zurückgreifen muss, sind vielfältig. In einigen Fällen mussten die Eierstöcke wegen Tumoren in denselben entfernt werden. In anderen Fällen wiederum kann es sein, dass die Eierstöcke ihre Funktion vorzeitig eingestellt haben. Manchmal besteht das Problem darin, dass die von ihnen produzierten unreifen Eizellen entweder nur von sehr geringer Zahl oder mangelhafter Qualität sind und ihre Befruchtung nicht möglich ist, oder aber sie nach ihrer Befruchtung kaum in der Lage sind, sich im Uterus einzunisten und eine Schwangerschaft zu erzeugen.

In dieser Darstellung möchten wir kurz und so einfach wie möglich erklären, worin diese Technik der medizinisch unterstützten Fortpflanzung besteht.

WORIN BESTEHT DIE EIZELLENSPENDE?

Die Eizellenspende ist, wie wir schon vorher kurz erwähnt haben, eine Technik der In-vitro-Befruchtung, bei der die unreifen Eizellen von einer anonymen Spenderin stammen. Bei der Behandlung der Patientin, die die Eizellen erhält, ist eine Stimulation der Eierstöcke deshalb nicht notwendig. Sie erhält nur ein paar Tabletten in zunehmender Dosierung der Substanz (Östrogene) verabreicht, die normalerweise vom Eierstock produziert wird, um die Gebärmutter vorzubereiten und für eine korrekte Einnistung des Embryos zu sorgen. Nachdem per Ultraschall und Analyse festgestellt wurde, dass die Gebärmutter, konkret die Gebärmutterschleimhaut (in die sich der Embryo bei der Schwangerschaft einnistet), gut vorbereitet ist, wartet die Patientin nun auf die Ankunft der unreifen Eizellen.

Die Wartezeit beträgt gewöhnlich nicht mehr als einen oder anderthalb Monate. Diese Wartezeit ist erforderlich, da die Eizellen nicht eingefroren werden können und deshalb direkt nach ihrem Erhalt verwendet werden müssen. Da man den Erhalt der Eizellen nicht vor diesem Tag vorhersehen kann, empfehlen wir normalerweise auch das Einfrieren einer Samenprobe. So lässt sich vermeiden, dass der Mann dringend die Klinik aufsuchen muss, um den Prozess fortzusetzen.

Nach der Befruchtung der Eizellen wird wie bei jeder anderen In-vitro-Befruchtung weiter verfahren. Nach 24 Stunden wird die Befruchtung der Eizellen überprüft und 48 oder 72 Stunden später oder aber 5-7 Tage später, wenn ein langer Zyklus einer Embryonenkultur erforderlich ist, werden die Embryonen in den Uterus übertragen. Überbleibende Embryonen werden für eine spätere Verwendung eingefroren.

VOR- UND NACHTEILE DER EIZELLENSPENDE

Vorteile:

· Eine hormonelle Stimulation der Eierstöcke der Patientin, die die Eizellen erhält, ist nicht notwendig, so dass Unterleibsprobleme und das Risiko einer Überstimulation der Eierstöcke vermieden werden.
· Die Medikamente werden hauptsächlich oral verabreicht, wodurch nur eine einzige Injektion erforderlich ist.
· Die Schwangerschaftsrate ist mit 45 – 62% die höchste der verschiedenen medizinisch unterstützten Fortpflanzungstechniken.
· Bei Patientinnen, die älter als 35 Jahre sind, wird das erhöhte Risiko der Geburt eines Kindes mit dem Down-Syndrom dadurch vermieden, dass die Spenderin auf jeden Fall jünger als 35 Jahre sein muss. Das Risiko eines solchen Syndroms hängt mit dem Alter der Ursprungseizelle und nicht mit dem Alter der Mutter zusammen. Das heißt, dass wir zwar nicht zusichern können, dass das Kind in dieser Hinsicht gesund sein wird, wohl aber, dass das Risiko dasjenige einer Patientin sein wird, die jünger als 35 Jahre ist.

Nachteile:

· Der Hauptnachteil liegt auf der Hand, nämlich das Gefühl, dass die eigenen Erbinformationen „verloren gehen“. Wir sollten dabei jedoch bedenken, dass heute bekannt ist, dass wir mehr durch die Umwelt als die Gene geformt werden. Außerdem übertragen wir bei der Eizellenspende nur einen Embryo mit vier Zellen und den Rest muss die MUTTER beisteuern.
· Der zweite Nachteil besteht, wie wir bereits oben erwähnt haben, in der Wartezeit, die sich aus der Notwendigkeit der Abstimmung mit der Behandlung der Spenderin ergibt.

WER IST DIE SPENDERIN?

Nach der in Spanien geltenden Gesetzgebung können wir auf diese Frage keine konkrete Antwort geben, da die Spende anonym sein muss, das heißt, dass weder das Paar, das die Spende erhält, Daten der Spenderin noch die Spenderin Daten des betroffenen Paares erfahren darf.

Wir können Ihnen jedoch sagen, dass die Frauen von Gesetzes wegen zwischen 18 und 35 Jahren (dieses Alter dürfen sie, wie bereits erwähnt, wegen des Risikos von Chromosomenschäden nicht überschreiten) sein müssen. Ihre persönliche und familiäre Krankenvorgeschichte wird geprüft, sie werden umfassend körperlich untersucht und es wird eine Reihe von Analysen durchgeführt, um allgemeine, Infektions- und genetische Krankheiten auszuschließen.

AUSWAHLKRITERIEN FÜR DIE SPENDERINNEN

Um die geeignete Spenderin für ein Paar auszuwählen, werden die Blutgruppe und der Rhesusfaktor herangezogen. Diese sollten möglichst mit denen der Eltern kompatibel sein. Das heißt, sie müssen nicht unbedingt gleich sein, sollten aber eine Kombination ergeben, die mit derjenigen der Eltern kompatibel ist.

Ferner wird, so gut es geht, darauf geachtet, dass beim Aussehen eine größtmögliche Übereinstimmung vorhanden ist.

Obwohl wir versucht haben, die In-vitro-Befruchtung mit Eizellenspende möglichst ausführlich und verständlich darzustellen, ist es ganz normal, dass noch Fragen auftauchen können. Unser Team steht Ihnen zu ihrer Beantwortung jederzeit zur Verfügung. Wir helfen Ihnen gerne weiter. Vielen Dank.


 
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